Shame On You Crazy Diamond

It’s funny how much
And how sincerly I
Hate everything about
New Sincerity and Post
Whatever when real
Honest FuckUp occurs

Ich fühl mich als wär ich so ein notorischer Lügner geworden,
seit ich immer so eine ganze Schicht Autor(schafts)theorie
zwischen mich und meine Texte lege.

Social Media sei mit Schuld daran wegen meiner Addiction und aber auch, weil es systematisch dieses sozial-performative Theater, das wir lt. Goffman auch im s.g. Real Life alle spielen nochmal auf weitere mediale Ebenen verfeinert.

(Überhaupt auch, dass Texte so eine große Rolle dabei einnehmen, das öffentliche Poesiealbum/Freundebuch das private Tagebuch verdrängt, d.h. selbstreflexive Textproduktion eher eine sozial-performative Dimension hat oder einem Paradigma der Öffentlichkeit (mit Reaktions- und Kommentiermöglichkeiten) ausgesetzt ist im Gegensatz zum Paradigma der Intimität oder solitärer Individualität. (Ich persönlich habe ja fast nie offline Logbuch geführt, aber in meiner Vorstellung ist es so, wie an einer echten Persönlichkeit zu arbeiten – anstatt an einem Online-Avatar bzw. einer Bühnenfigur))

 

Wenn ich ehrlich bin, kotzt mich die Ehrlichkeit am allermeisten an,
diese Truther-Nummer von Wegen, ICH sei das einzige weit und breit,
das true geblieben wäre und alles andere sei nur Fassade. Das ist per
se das falscheste Game, falls es eine Steigerung/Abstufung und ergo
Superlativ von Falschheit gibt. Eigentlich ist es überhaupt kein Game,
insofern es behauptet, das Game nicht zu playen, aber andererseits ist
die Behauptung immer mit dabei, das alles durchgespielt zu haben und
irgendwie angekommen zu sein bei der ehrlichen Wahrhaftigkeit; des-
wegen heißt es ja auch Neue und nicht einfach nur so: „Ehrlichkeit.“

So kann man also wie so nur immer weitere Fassetten an Fassaden hinzufügen, neue Formen der Selbst-, Radikalitäts- und Brutalitätsbehauptungen in Bezug auf die Ehrlichkeit, Schonungslosigkeitsbehauptungen sich selbst gegenüber.
Den Diskurs erweitern und zu guter, vielleicht sogar besserer, oder zumindest irgendwie wünschenswerter Letzt so etwas wie die Neurodiversität fördern.
Meistens fängt es ja eben schon bei der Sprache an.


Diversität als personenbezogenes Adjektiv.

Bevorzugt gesucht werden neurodiverse Bewerber oder so (BewerberX*innen bzw. Autrin*xen) welche, die eben wie auch immer neurodivers sind.
Um nicht zu sagen:
Um die Neurodiversität zu fördern, wollen wir neuronal abweichende Positionen, also die nicht normalen (aber auch nicht mehr pathologisierten) auch mitnehmen.
Um in der Gruppe diverse Neuronalitäten zu versammeln.

Aber nein:

Jedxe*r Einzelne* (außer vielleicht die neurotypischen, cis-neuronalen) ist sich selbst neurodivers, nicht nur abweichend, nicht nur besonders, also seltener von der zahlenmäßigen Verteilung der Neuronalitätsformen, im Vergleich zu anderen (siehe letzte Klammer), sondern hat als solchx*r Einzelne* sein*/ihr eigenes Portfolio diverser neuronaler feiner Unterschiede, schleift immer wieder weitere Fassetten ab und reflektiert sie raus in den sozialmedialen Äther.

Verm*ag(*stXögen) Ich/*(Du/Sie/Es/Er/sie*/Wir/Ihr/-(und)wenn ja, wie viele?)-) darüber hinaus dessen Theorie zu entwickeln (?) dann
können wir darüber schreiben, reden?

Ehrlich jetzt?

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